GeschichteDie Burg steht in historischem Zusammenhang mit einer aus dem 9. Jahrhundert stammenden slawischen Wallburg, die als Vorburg diente. Als Vorläufer der Alten Burg gelten Baureste des Schlosses der Fürsten zu Werle aus dem 13. Jahrhundert. Ebenso wie die Fundamente der imposanten Penzliner Marienkirche sind auch diese Reste Zeugnisse der Ostkolonisation und der damit verbundenen Christianisierung der heidnischen Slawen. Im 15. Jahrhundert gelangte das Geschlecht derer von Maltzan in den Besitz der Burg. Im Jahre 1812 wurde zwischen den Wällen der slawischen Wallburg die "Neue Burg" als Ersatzbau für die Alte Burg errichtet.
Schon 1881 konnte die im Ergebnis zahlreicher Umformungsprozesse eigentümliche Burggestalt der Alten Burg das
wissenschaftliche Interesse des bekannten Begründers der Burgenforschung Otto Piper (1841 - 1921) auf sich ziehen,
der den Ruf der Burg als herausragendes Geschichtsdenkmal maßgeblich mitbegründete.
Einblick in den düsteren Folterkeller Aus den Akten des Hexenprozesses (um 1700) gegen die Penzliner Bürgerin Benigna Schultzen:
Die eigentlichen Hexenverliese im Ostflügel der Burg liegen mit ihrem Fußboden etwa 7m tief unter der Burghoffläche.
Sie besitzen in die Wände eingelassene Nischen, die bautechnisch den Anforderungen des "Hexenhammers"(1487)
entsprechen. In solchen Nischen wurden die vermeintlichen Hexen angekettet. Ohne Verbindung mit dem Erdboden dem
Machtbereich des Teufels sollten Hexen ihre magische Kraft verlieren. |